Tourismus und Kultur - Lübars

Im Grünen Norden Berlins: LÜBARS

Lübars ist ein Ortsteil des Berliner Bezirks Reinickendorf. Das dörfliche Lübars besitzt noch eine erhaltene Dorfstruktur mit einer barocken Dorfkirche aus dem 18. Jahrhundert. Lübars liegt am Tegeler Fließ, das eine eiszeitliche Abflussrinne darstellt und in den Tegeler See mündet.

Im Zusammenhang mit der deutschen Ostexpansion und Besiedelung wurde Lübars als Angerdorf um 1230 gegründet. Es gehörte in späteren Jahren dem Benediktinerinnenkloster Spandau, dessen Gründung auf das Jahr 1239 datiert wird. Die erste urkundliche Erwähnung von Lübars geht auf einen Besitzer namens "Lubas" zurück und stammt aus dem Jahr 1247.

Die Dorfaue war der Mittelpunkt des dörflichen Geschehens. Deshalb gab es gleich neben der Dorfkirche einen Dorfteich. Nach dem Mittelalter kamen noch ein Feuerwehrhaus und ein Schulhaus hinzu.

Ein altes strohgedecktes Hirtenhaus aus der Mitte des 19. Jahrhunderts erinnert an traditionelle Baustile. Als sich die Stadt Berlin ins Umland ausdehnte, siedelten sich in den Dörfern rund um die Stadt immer mehr Menschen an. Sie erbauten niedrige Wohngebäude, die teilweise mit Stuck geschmückt wurden.

Das unter Denkmalschutz stehende historische Gasthaus Alter Dorfkrug Lübars mit dem historischen Festsaal ist erhalten geblieben. Hier finden heute noch Veranstaltungen statt. 1920 wurde Lübars nach Berlin eingemeindet.

Das Tegeler Fließ hat eine Länge von 30,4 Kilometern, von denen sich 9,9 Kilometer auf Berliner Stadtgebiet befinden. Das Tegeler Fließ speist sich aus zwei Quellbächen in Brandenburg. Der erste entspringt in der Basdorfer Heide nordöstlich von Basdorf, der zweite in der Mühlenbecker Heide südlich von Zühlsdorf.

Von Lübars kommend verläuft das Fließ durch Hermsdorf (Hermsdorfer See) und Waidmannslust, um in Tegel in den Tegeler See und damit in die Havel zu münden.

Im Randbereich des Tegeler Fließes wurden die ältesten menschlichen Spuren im Berliner Raum gefunden. Steinzeitliche Jäger erbeuteten hier an Wildwechseln Rentiere.

Der Bau der heutigen Humboldt-Mühle in Tegel um 1450 trug zur Wasserregulierung und zur Bildung des Tegeler Sees bei.



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