Medienteam: Erich Kästner

Erich Kästner

Es ist verständlich, dass Erich Kästner sich an diesem See wohl gefühlt hat. Gerade jetzt im Frühling ist der See besonders schön anzusehen, wenn alles drum herum grünt und blüht – eine kleine Idylle im Norden Berlins.

Kästners Jahre in Berlin

1927 wurde Erich Kästner von der „Neuen Leipziger Zeitung" entlassen, weil er ein erotisches Gedicht veröffentlichen ließ. Im Herbst zog er dann als junger Journalist nach Berlin. Hier arbeitete er als Theaterkritiker und freier Mitarbeiter bei mehreren Zeitungen. Kästners Jahre in Berlin gelten als seine produktivste Zeit, denn hier schrieb er seine wichtigsten Werke und machte Berlin zur Hauptrolle in seinen Geschichten – die Stadt war seine größte Inspiration.

Meist saß er in seinen Stammcafés und begann zu schreiben. Im Café Josty, im Wilmersdorfer Kiez, entstand seine Geschichte „Emil und die Detektive“, eins seiner berühmtesten Werke, das in 24 Sprachen übersetzt und verfilmt wurde.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten schloss man Erich Kästner aus dem Schriftstellerverband aus. Am 10. Mai 1933 wurden seine Werke öffentlich auf dem Berliner Opernplatz verbrannt. Kästner war damals Zeuge der Verbrennung seiner eigenen Bücher. Unter den verbrannten Büchern waren seine Gedichtbände „Herz auf Taille“ (1928), „Ein Mann gibt Auskunft“ (1930), „Gesang zwischen den Stühlen“ (1932) und sein satirischer Roman „Fabian“ (1931). Er war der einzige von 24 Autoren, der zu der Buchverbrennung kam und hörte seinen Namen im zweiten Feuerspruch.

„Gegen Dekadenz und moralischen Zerfall! Für Zucht und Sitte in Familie und Staat. Ich übergebe der Flamme die Schriften von Heinrich Mann, Ernst Glaeser und Erich Kästner!“

<<Medienteam Seite 2>>