Medienteam: Über die Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik und ihren Namensgeber

Karl Bonhoeffer

Familie: Karl Ludwig Bonhoeffer wurde am 31. März 1868 geboren und ist der Sohn von dem damaligen Königlichen Landgerichtspräsident Friedrich von Bonhoeffer (1828-1907). 1898 heiratete Bonhoeffer Paula von Hase und bekam mit ihr 8 Kinder.

Studium: Von 1887 bis 1892 studierte er Medizin an der Eberhard-Karls- Universität in Tübingen dann an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin und zuletzt an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. 1892 erlangte Bonhoeffer sein Doktortitel. Bonhoeffer begann im selben Jahr, nachdem er das Medizinstudium in Tübingen und Berlin mit Examen und Promotion absolviert hat, seine ärztliche Tätigkeit in Breslau sowie seine anschließende Militärzeit.

Leiter der Psychiatrischen Klinik in Breslau: Bonhoeffer wurde 1904 Leiter der Psychiatrischen Klinik und der Beobachtungsstation für „psychisch kranke in Breslau. Seine wissenschaftlichen Arbeiten zu den Folgen der Alkoholerkrankung, den degenerativen Hirnabbauprozessen und symptomatischen Psychosen, wodurch er Ruhm erlangte, entstanden an der Universität Breslau, wo er bis 1912 arbeitete.

Nachfolger an Berliner Charité: 1912 wurde er an der Berliner Charité Leiter für Psychiatrie und Neurologie. Bonhoeffer verfügte dort über 240 psychiatrische undneurologische Betten. Er hatte das Ziel, die Psychiatrie weiterzuentwickeln und als anerkanntes, wissenschaftliches Fach in der Medizin fest zu etablieren. „Psychische Krankheiten“ sollten nach den Vorstellungen von Bonhoeffer in Nervenärztlichen- und Allgemeinpraxen, in Ambulatorien und Polikliniken behandelt werden

Die NS-Zeit: Durch den Widerstand seiner Kinder gegen das Regime wurden sein Schwiegersohn Hans, seine Tochter Christine und sein wohl bekanntester Sohn Dietrich - dem international hochgeachteten deutschen Widerstandskämpfer - Ende April 1943 in seinem Haus von der Gestapo (Geheime Staatspolizei) verhaftet. Ein Jahr später wurden auch Sohn Klaus und Schwiegersohn Rüdiger verhaftet. Alle Verhafteten wurden durch den Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und im April 1945 wenige Tage vor dem Kriegsende hingerichtet.

 

 

 

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